Erfahrungsbericht März 2013

Anfang des Jahres fand der zuweilen letzte Workshop des mehrjährigen Projektes in New Yundum statt. Ein vorerst letztes Mal machten sich zwei Mitglieder des Vereins auf den Weg nach Gambia. Ann Kathrin Peyer und Sopie Sengle. Wie zu jedem Workshop üblich, wurde zunächst eine Bestandsaufnahme der auf dem Gelände vorhandenen Pflanzen, Gerätschaften und Fortschritte seit dem letzten Besuch gemacht.
Es stellte sich heraus, dass die meisten der Volunteers seit Monaten an einem Haus mit Hof und dazugehörigem Garten gearbeitet hatten, der als Wohn- und Bildungsstätte für NGOs wie Green Desert zu sehen sei. Die neu erbauten Gebäuden waren sehr gepflegt und eine gelungene Bildungseinrichtung.

In den folgenden Tagen wurden andere in der Umgebung liegende Projekte besucht. Dies bot die Möglichkeit andere Arbeitswege und Vereine kennenzulernen und zu erkunden ob eventuell weitere Partnerschaften für die Zukunft möglich wären. In Gesprächen mit erfahrenen Arbeitern und Helfern vor Ort konnten viele hilfreiche Ideen gesammelt werden.

Neben diesen Besuchen wurde täglich ein zweistündiger Workshop mit der Women´s Society of New Yundum abgehalten, der sich mit grundlegenden, ökologischen Anbauweisen verschiedener Gemüsesorten, wie auch der Konservierung und Lagerung dieser beschäftigte. Darüber hinaus konnte das Wissen über Anbau, Nutzen und Heilwirkung von Artemisia annua anamed gewinnbringend an die Ehefrauen und Mütter weitergegeben werden, die dieses voller Enthusiasmus aufnahmen. Die Arbeit mit dieser Gruppe von Frauen stellte sich als durchweg effektiv, produktiv und lohnend heraus. Im Rahmen des “Frauen”-Workshops besuchten die Teilnehmerinnen an zwei vollen Tagen das Projekt „My Farm“. Die Farm produziert und verarbeitet Nutzpflanzen nach biologischen Gesichtspunkten und orientiert sich an den Prinzipien der Permakultur. Gemeinsam wurde vor Ort an zwei Workshops teilgenommen. Inhalte dieser Workshops waren erstens die Einführung von biologischer Landwirtschaft am Beispiel “My Farm” und zweitens die Herstellung von Seife und Lippenbalsam.

Der Kontakt zwischen My Farm und Project Lighthouse Gambia (PLG) wurde somit hergestellt. In Zukunft können die Frauen an weiteren Workshops teilnehmen oder mit Fragen an die Mitarbeiter herantreten.
Eine weitere Kooperation zwischen Association of Farmers, Educators and Traders (AFET) und PLG wurde hergestellt. AFET besteht aus einem großes Netzwerk von Farm-Gemeinschaften in ländlichen Gebieten, mit ca. 20 000 Mitgliedern davon 75% Frauen.
Ihre Mission ist die lokale Wirtschaft zu stärken und Nahrungsproduktion zu sichern. Gemeinsam mit der Präsidentin der Women´s Association of New Yundum und einem Volunteer von PLG wurde der Hauptsitz von AFET in Brikamaba besucht. Dort konnten die Besucher einen Einblick in die Struktur der NGO bekommen und deren Prinzip des Minikredits kennenlernen. Im Anschluss konnte der Kontakt zwischen dem Leiter des PLGs und dem Präsidenten von AFET erstellt werden.
Es wurde vereinbart in Zukunft die Mitglieder von PLG und die Women´s Assoziation of New Yundum bei Veranstaltungen und Lehrgängen von AFET zu informieren und einzuladen.

Neben den Besuchen und Aktivitäten im Rahmen von Workshops wurden alle offiziell notwendigen Wege eingeleitet, um Artemisia annua anamed zu einem anerkannten, alternativen Heilverfahren gegen Malaria werden zu lassen. Treffen, sowohl mit dem Health Departement des Landes, wie auch der National Herbs Association wurden abgehalten, um Informationen über die Zulassung zu sammeln. Ebenso sollten auf diesem Wege weitere an Artemisia interessierte Personen an höherer Stelle des gambischen Gesundheitssystems in die Arbeit und Planung miteinbezogen werden.


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